KI Made in Germany, Todesfalle Mähroboter und die Ergebnisse der Roboter-Fußball-WM in der Presseschau 18/29

Home  >>  Presseschau  >>  KI Made in Germany, Todesfalle Mähroboter und die Ergebnisse der Roboter-Fußball-WM in der Presseschau 18/29

„Das dürfen wir den Googles, Ubers und Apples dieser Welt nicht allein überlassen.“ — Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier

KI Made in Germany, Todesfalle Mähroboter und die Ergebnisse der Roboter-Fußball-WM in der Presseschau 18/29

Während Fußball-Deutschland noch über die Gründe des frühen WM-Aus in Russland grübelt, kommen aus der Welt der KI gute Nachrichten: Wir sind erneut Robo-Fußball-Weltmeister! Dies und mehr in der aktuellen Presseschau.

KI Made in Germany

Peter Altmaier sitzt mit seinen mehr als 233.000 Twitter-Follower seit Jahren unangefochten auf dem Social-Media-Thron der deutschen Politiklandschaft. In einem Gastbeitrag für das Handelsblatt schreibt Bundeswirtschaftsminister über das Thema KI: „Künstliche Intelligenz wird in naher Zukunft alle Wirtschafts- und Lebensbereiche durchdringen. Das macht sie zu einem Schlüsselthema für Deutschland.“ Bis zum Digital-Gipfel der Bundesregierung im Dezember soll eine KI-Strategie für Deutschland stehen. Ein echter moonshot soll diese Strategie werden, für die gestern erste Eckpunkte beschlossen wurden: Deutschland soll nach Plänen der Bundesregierung zum weltweit führenden Standort für KI werden. Dafür sollen Forschung, Entwicklung und Anwendung von „KI made in Germany“ vorangetrieben werden. „Die künstliche Intelligenz ist allerdings keine Innovation wie viele andere“. Als Basis-Innovation, werde sie schon in wenigen Jahren alle Wirtschafts- und Lebensbereiche durchdrungen haben, so Altmaier weiter. Sein Ministerium beziffert „die durch KI beeinflusste zusätzliche Bruttowertschöpfung allein des produzierenden Gewerbes in den nächsten fünf Jahren auf rund 32 Milliarden Euro“.  Was es jetzt dringend braucht, sind Investitionen, um „weltweit die besten Forscher unter Vertrag zu nehmen, vielversprechende weiterzuentwickeln und schließlich fertige, alltagstaugliche Anwendungen als Erste auf den Markt und die Straße zu bringen“, so der Bundeswirtschaftsminister. In einem Artikel auf dw.com über das geplante Strategiepapier der Bundesregierung wird das Thema Wissenschaft und Forschung in den Fokus gestellt. Dort heißt es, die Bundesregierung plant, die KI-Forschung auszubauen und weitere Kompetenzzentren zu fördern. „So sollen neue KI-Lehrstühle gefördert und die Arbeitsbedingungen für Forscher – auch aus dem Ausland – attraktiver werden“, heißt es dort.

Todesfalle Mähroboter

Es ist der Traum eines jeden Gartenbesitzers: Mit einem kühlen Getränk in der Hand im Gartenstuhl sitzen während der Mähroboter die lästige Arbeit des Rasenmähens übernimmt. Mittlerweile sind Mähroboter einer der großen Umsatztreiber bei den Herstellern von Gartengeräten. Auch wenn es immer wieder amüsante Meldungen von Mährobotern gibt, die ihren Besitzern bei der Arbeit „ausgebüxt“ sind, sind die Geräte in den letzten Jahren von den Herstellern mit immer mehr technischen Raffinessen ausgestattet worden. WELT Online berichtet jetzt, dass Mähroboter für Igel und andere Kleintiere im Garten zu einer echten Gefahr werden können. Meldungen über verletzte oder getötete Igel hätten in den letzten Monaten zugenommen. Vor allem Roboter-Besitzer, die ihr  Gerät abends oder die ganze Nacht automatisch laufen lassen, riskieren, Kleintiere wie Kröten, Eidechsen oder Insekten zu verletzen oder gar zu töten. Laut Industrieverband Garten (IGV) versicherten die Hersteller, die Sicherheitsnormen und die Wirkungsweise von Sensoren noch weiter zu verbessern. Neben Mährobotern sind mittlerweile sogar vollautomatisierte Systeme zur Bewässerung auf dem Markt, die nicht nur Zeit, sondern auch Wasser einsparen sollen, berichtet ebenfalls  Welt Online. Ober- und unterirdische Schläuche, die mit Feuchtigkeitssensoren ausgestattet werden und mit dem Computer verbunden werden, sorgen dafür, dass kein Wasser unnötig verschwendet wird. Zusätzliche Daten wie Temperatur, Helligkeit oder Luftfeuchtigkeit geben dem Bewässerungssystem alle wichtigen Daten für die perfekte Wasserversorgung. Doch was passiert eigentlich mit den gesammelten Daten? Günter Martin, Internetexperte vom TÜV Rheinland, rät in dem Artikel allen (Hobby)Gärtnern vor dem Kauf einen Blick auf die Datenschutzerklärung des Herstellers zu werfen oder auf Geräte zurückzugreifen, die ohne WLAN arbeiten.

(Robo)Football’s coming home

Studenten der Technischen Hochschule Nürnberg haben bei der Roboter-WM in Montreal (Kanada) erneut den Titel nach Deutschland geholt. Bei FAZnet sagt „Bundestrainer“  Stefan May von der TH Nürnberg, er sei „stolz auf sein Team“. Der lange Atem in der mehrjährigen Zusammenarbeit des Teams habe sich gelohnt, so der Leiter des Labors für mobile Robotik. Doch beim Robocup geht längst nicht nur um Fußball. Im Fokus stehen auch praktische Anwendungen, die für die Industrie von Nutzen sein können. Bei verschiedenen Aufgaben müssen die Roboter in einem Hindernisparcours navigieren sowie verschiedene Objekte erkennen, greifen und sortieren. In nur einer von sieben Aufgaben musste sich das Team der TH Nürnberg geschlagen geben. Um mit Jogi Löw zu sprechen: „Högschte Anerkennung“ für das deutsche Team!

Guten Tag! Mein Name ist Robo Advisor. Was kann ich für Sie tun?

Anlageberater haben seit vielen Jahren ein eher schlechtes Image. Warum also nicht sein Geld „jemandem“ anvertrauen, der nicht auf Provisionen angewiesen ist, in Sekundenschnelle die beste Anlegestrategie parat hat und rund um die Uhr erreichbar ist? Die großen Banken in Deutschland arbeiten seit kurzem mit sogenannten „Robo Advisor“. Ausgefeilte Logarithmen sollen vorprogrammierte Anlegestrategien für jeden Typ (von ängstlich bis Draufgänger) parat haben und gleichzeitig die Risiken im Griff haben, berichtet BR Online. „Bei uns können Kunden von der Couch aus anlegen“, versprechen Anbieter Vaamo, Quirion oder Easyfolio. Dass Menschen Robotern jedoch keineswegs blind vertrauen, berichtet Stern.de. Auf Basis von Alter, Risikoneigung, Anlagezeitraum und –summe werden Strategien vorgeschlagen, die von sicheren Anleihen bis hin zu eher risikoreicheren Aktien reichen.“ Langfristig versprechen Anlage-Roboter vier bis sechs Prozent Rendite jährlich bei Gebühren von unter einem Prozent“, heißt es im Artikel. Laut einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov kann sich jeder Zehnte vorstellen, sein Geld auf Raten eines Robo Advisors zu investieren.

Weitere Links

„Rest in Pixel“: Das HIIG lädt am 25. Juli um 19:00 zu einer Veranstaltung, die sich mit dem (digitalen) Leben nach dem Tod beschäftigt. Ob Social Media Profil, Digital Diary oder Voice Messages – Dokumente unserer Identität bleiben im Netz. Wer verfügt über unser digitales Erbe?

Spieglein, Spieglein: Die Gründer von Solos Mirrors haben einen Spiegel entwickelt, der den Personal Trainer überflüssig macht. Intelligente Sensorik misst Bewegungen, korrigiert Fehler und zeigt den Trainingsfortschritt an. Mehr über den Wunderspiegel bei FOCUS Online.

The Winner takes it all: Auf Qrius ist zu  lesen, in welchen Spielen KI dem Menschen bereits überlegen ist. Sogar beim Poker ist uns die Technologie bereits überlegen.

Teilen und Drucken
Email this to someone
email
Share on Facebook
Facebook
Tweet about this on Twitter
Twitter
Print this page
Print

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.