Würfelnde Roboterhände, die Rückkehr von Google Glass und KI im Museum in der Presseschau 18/31

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Würfelnde Roboterhände, die Rückkehr von Google Glass und KI im Museum in der Presseschau 18/31

Die MESCHMASCH-Redaktion trotzt der Hitzewelle und hat auch in dieser Woche die Presselandschaft nach spannenden Artikeln zum Thema KI und Robotik durchforstet. In dieser Ausgabe der Presseschau geht es u.a. um Roboterhände, die Wiedergeburt von Google Glass und KI in der Kunst.

Der Maschinenversteher

Können Sie sich noch erinnern an eine Zeit vor T9 und Autocorrect? Als man dreimal die Taste 5 drücken musste, um ein „L“ zu schreiben (Groß- und Kleinschreibung war auch so eine Sache)? Dem Linguisten Ramin Assadollahi ist es zu verdanken, dass wir heute viel schneller Nachrichten schreiben können als noch vor einigen Jahren. Künstliche Intelligenz macht es möglich, dass unser Mobiltelefon beim Schreiben schon weiß, welches Wort als nächstes kommen könnte. Im Handelsblatt erzählt Assadollahi wie er im Jahr 2010 seine selbstentwickelte Software samt Patent an den Hersteller Nokia verkaufte – Verschwiegenheitserklärung inklusive. Mit seinem Unternehmen ExB Labs arbeitet der Computerlinguist jetzt u.a. mit Automobilherstellern zusammen. Sein Ziel: Das Auto soll sich mit dem Fahrer austauschen können. ExBLabs entwickelt „Verstehmaschinen“, die den Austausch zwischen Mensch und Maschine ermöglichen. „Zum Beispiel so: Der Fahrer fragt, warum eine Warnlampe leuchtet, das Auto gibt im Nu die Antwort über die Lautsprecher“, heißt es im Artikel.

Einkaufen mit dem Robotaxi

Mehr als 5.000 Filialen mit rund 200.000 Angestellten hat der Einzelhandelsriese Walmart allein in den Vereinigten Staaten. Doch mit dem E-Commerce will es nicht so richtig klappen. CEO Doug McMillon hat es angekündigt den Rückstand zu Amazon aufholen zu wollen. Neben dem Kauf kleinerer Online-Händler und Logistikunternehmen startet Walmart ein Pilotprojekt gemeinsam mit Waymo, einem Entwickler für autonomes Fahren aus der Alphabet-Familie, ein Pilotprojekt im Bundesstaat Arizona. Und so soll es funktionieren: Die Walmart-Kunden bestellen Lebensmittel online, erhalten hierfür Preisnachlässe und lassen sich von einem Roboterauto abholen und zur Walmart-Filiale fahren. Während der Fahrt könne der Kunde „Kurzmitteilungen schreiben, ein Schläfchen machen, arbeiten – was auch immer“, schreibt Walmart in einem Blogeintrag. Noch beschränkt sich das Angebot auf die Stadt Phoenix, doch schon bald sollen andere Städte folgen, berichtet faz.net.

Noch einmal mit Gefühl

Entwickler des Forschungsunternehmens Open AI haben ein System entwickelt, dass Roboterhänden feinmotorische Fähigkeiten gibt. Mithilfe von drei Kameras, 6.100 Prozessorkernen und 50 Stunden Trainingsstunden in der Simulation war Dactyl in der Lage, „physische Objekte mit beispielloser Geschicklichkeit zu manipulieren“. Trainiert wurde das System mit verschiedenen Würfeln, die sich in Größe, Beschaffenheit und Gewicht unterschieden. Bis zu 50-mal schaffte es die Roboterhand den Würfel auf eine bestimmte Seite zu drehen, ohne ihn fallen zu lassen. Mehr dazu bei Golem.

„Sie ist wieder da!“

Auf dem Massenmarkt war die 2012 erstmals vorgestellte Google Glass ein Flop, jetzt ist sie wieder da! Auf einer Konferenz zum Thema Cloud Computing in San Francisco stellte die israelische Firma Plataine ihre neue App für Google Glass vor, die ähnlich wie Siri, Alexa oder Cortana über sprachgesteuerte KI verfügen soll. Auch über eine Bilderkennungssoftware soll die Brille verfügen. Zielgruppe der Google Glass samt neuer App soll nun nicht mehr der Massenmarkt, sondern die Industrie sein. Bei t3n heißt es, Google und Plataine seien stolz darauf, „dass dank Brille und neuer App die Fabrik-Chefs jederzeit sehen können, was ihre Mitarbeiter gerade sehen.“ Ob das im Sinne des Arbeitnehmerschutzes ist?

Künstlich  kommt von Kunst

Kreativität oder die Fähigkeit, ein Kunstwerk zu erschaffen, sind nicht gerade Eigenschaften, die wir mit Maschinen in Verbindung bringen. Das NRW Forum in Düsseldorf zeigt noch bis zum 19. August eine Ausstellung zum Thema „Kunst und Künstliche Intelligenz heute“. Gezeigt werden neun Werke von Künstlern aus Europa und Amerika, die KI im Schaffungsprozess eingesetzt haben. Von abstrakten Acrylgemälden der Künstlerin Liat Grayvers zusammen mit dem Malroboter e-David bis hin zu Virtual-Reality Arbeiten des britischen Künstlers William Latham reicht die Bandbreite der ausgestellten Werke. Mehr zur Ausstellung in Düsseldorf und zu einer weiteren Arbeit in der Serpentine Gallery in London schreibt sueddeutsche.de.

Was sonst noch interessant ist:

Diese und weitere Veranstaltungen finden Sie auch in unserem Veranstaltungskalender.

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