Killer-Roboter, Verbrecher-KI und schlaue Fußballscouts in der Presseschau 18/35

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Killer-Roboter, Verbrecher-KI und schlaue Fußballscouts in der Presseschau 18/35

Killer-Roboter sind das Thema der Woche, die Vereinten Nationen verhandeln über Ächtung und Verbot. Außerdem in der Presseschau: Verliert Europa den KI-Anschluss? Können Algorithmen Verbrechen begehen – und verhindern? Und wie kann lernende Software das Talent-Scouting im Fußball unterstützen?

Maschinen, die im Krieg autonom über den Tod von Menschen entscheiden: Verbot oder Ächtung?

Vom 27. Bis 31. August 2018 sprechen in Genf Vertreter von mehr als 75 Staaten, Wissenschaftler und NGOs über die Frage, wie die Welt mit tödlichen autonomen Waffensystemen verfahren soll, mit den „Lethal Autonomous Weapon Systems“, kurz LAWS. Es gibt Gegner und Befürworter eines verbindlichen Verbots – und Länder, die zunächst einen Mittelweg einschlagen wollen wie Deutschland und Frankreich. Union und SPD haben im Koalitionsvertrag klar Stellung bezogen: „Autonome Waffensysteme, die der Verfügung des Menschen entzogen sind, lehnen wir ab. Wir wollen sie weltweit ächten.“

Einen ausführlichen Bericht zu den UN-Verhandlungen finden Sie auf dw.com. Das Online-Portal der Deutschen Welle bietet zudem eine sehr übersichtliche Auflistung mit kurzen Erklärungen zu den wichtigsten Fragen und Fakten.

Militärroboter revolutionieren die Kriegführung, resümiert Bruno Lezzi auf nzz.ch. Weshalb es deshalb  ein Verbot braucht, kommentieren Damir Fras auf berliner-zeitung.de, Nina Werkhäuser auf dw.com und Brigitte Werneburg auf taz.de. Warum LAWS jedoch eher nicht verboten werden, analysiert Ivo Mijnssen auf nzz.ch.

Verliert Europa den Anschluss?

Eine aktuelle Prognos-Studie zeigt auf, dass die EU bei der Zahl der Digitalpatente ins Hintertreffen gerät: „Angesichts der ökonomischen Potenz der USA und Chinas verspricht nur ein gemeinsames Vorgehen der EU Erfolg“, erklärt Prognos-Geschäftsführer Christian Böllhoff gegenüber faz.net. Europas Chance könnte in der Industrie liegen, so Böllhoff, bei der Herstellung von Industrierobotern ist Deutschland führend.

Good KI, Bad KI

Das klingt schon fast nach Material für einen KI-Krimi: Nzz.ch berichtet über die Gefahr, dass Algorithmen Kartelle bilden könnten, um insgeheim Preise abzusprechen. Gleichzeitig wollen Berliner Behörden mithilfe von IBMs Watson Betrüger auffliegen lassen, schreibt die Online-Ausgabe der Frankfurter Rundschau. Inspektor KI vs. Robo-Räuber?

„Am Spielstand wird sich nicht mehr viel ändern, es sei denn es schießt einer ein Tor. “ (Franz Beckenbauer)
Gleich zwei Meldungen über den Einsatz von KI im Fußball: Abendblatt.de über einen Algorithmus, der die Bundesliga-Abschluss-Tabelle berechnet – und Langeweile an der Spitze prognostiziert. Der Algorithmus hat übrigens einen anderen Ansatz als der von zwei deutschen Mathematikern, die Deutschland zum Titel-Favoriten erklärt hatten. Auch bei den Bundesliga-Mannschaften soll technische Intelligenz helfen, zum Beispiel bei der Spielersuche: „Über ein Live-Scouting geht nichts, aber die künstliche Intelligenz kann uns im Vorfeld sehr viel nutzen„, verriet Werder Bremens Geschäftsführer Frank Baumann kürzlich , wie welt.de schreibt. Integriert ist  auch das schlaue IBM-System Watson, schreibt die Firma JUST ADD AI.

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