Studie über den Einsatz Künstlicher Intelligenz in Berlin und Brandenburg

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Natürlich muss man technische Schwachstellen und ethische Fragen, die mit dem Fortschritt verbunden sind, ernst nehmen und an ihnen arbeiten. Aber wir sollten vor allem die Potenziale sehen – für unser Leben und für den Standort Berlin. — Nicolas Zimmer, Vorstandsvorsitzender Technologiestiftung Berlin

Studie über den Einsatz Künstlicher Intelligenz in Berlin und Brandenburg

Welchen Einfluss hat Künstliche Intelligenz eigentlich auf das Wirtschaftssystem in Berlin und Brandenburg? Die Region ist ein „maßgeblicher Standort für KI“, hat jetzt eine Studie der Technologiestiftung Berlin herausgefunden, etwas mehr als ein Viertel (28 Prozent) der deutschen Unternehmen im KI-Umfeld seien in und um die Hauptstadt angesiedelt.

Von dort kommen übrigens auch knapp die Hälfte der zwischen 2012 und 2017 in Deutschland gegründeten KI-Startups. „Stark sind bei uns junge, sehr kreativen Startups mit grundsätzlich neuen High-Tech-Prozessen und Verfahren“, sagt Nicolas Zimmer, Vorstandsvorsitzender der Technologiestiftung.

Auf eine Summe von 223 KI-Unternehmen kommt die Untersuchung. Interessant: Starke KI komme überhaupt nicht bei den Firmen vor, auch nicht in Forschung oder Entwicklung. Es gehe ausschließlich um die Lösung klar definierter Probleme, was eben sogenannte schwache KI leisten kann. Und im Forschungsbereich an den Hochschulen gehe es hauptsächlich um Spracherkennung und kollaborative Roboter. Also alles „Hilfssysteme, die Leben und Arbeiten verändern, komfortabler, effizienter und sicherer machen“, aber den Menschen nicht ersetzen, fasst Zimmer zusammen.

Maßnahmen für erfolgreichen KI-Einsatz in Berlin und Brandenburg

Maßnahmen für erfolgreichen KI-Einsatz in Berlin und Brandenburg

Sollten die Unternehmen sich so weiter entwickeln wie bisher, hätten sie ein Umsatzpotenzial von bis zu zwei Milliarden Euro, so Zimmer, die Prognosen „zeigen allesamt nach oben“. Damit diese Entwicklung möglichst gut verläuft, sollte „die Innovationspolitik KI deshalb als eigenständiges Handlungsfeld in die Innovationsstrategie aufnehmen“, wünscht sich Stiftungsvorsitzender Zimmer. Dazu gibt die Studie Empfehlungen in sechs Handlungsfeldern ab: Es brauche strategische Leitlinien, eine Sicherung der KI-Forschung, bessere Finanztransfermöglichkeiten und Leuchtturmprojekte, KI in der öffentlichen Verwaltung, mehr Open Data für KI-Systeme und schließlich mehr Sichtbarkeit der regionalen Aktivitäten.

Zur Studie:  Daniel Feser, Künstliche Intelligenz in Berlin und Brandenburg, Technologiestiftung Berlin, 2018

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