Intelligenzschutz, Hybridkollaboration und Greifintelligenz in der Presseschau 18/36

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Unsere Daten sind geschützt, aber unsere Intelligenz gehört Amazon oder IBM? — Ron Hofer, Produkt Designer

Intelligenzschutz, Hybridkollaboration und Greifintelligenz in der Presseschau 18/36

Roboter im Alltag, im OP-Saal und in der Arbeitswelt, Berichte von der IFA und verschiedene Aspekte beim autonomen Fahren stehen diese Woche im Mittelpunkt. Und die Frage: Sollten wir KI in die Verantwortung der Gesellschaft übergeben?

Nach dem Datenschutz der Intelligenzschutz?

Es wäre eine Frage der Gerechtigkeit: Ron Hofer spielt auf t3n mit dem Gedanken, dass wir Künstliche Intelligenz in die Hände der Gesellschaft geben sollten, statt die Verantwortung Privatunternehmen zu überlassen. Schließlich trainieren wir KI mit unseren Daten und unserer Intelligenz: „Unsere Daten sind geschützt, aber unsere Intelligenz gehört Amazon oder IBM?

„Wir müssen positiver denken und weniger skeptisch sein“

Einer der „Köpfe der Künstlichen Intelligenz“ ist Hans-Christian Boos, Mitglied im Digitalrat der Bundesregierung. Weg vom Perfektionismus will er und wünscht sich, dass wir „positiver denken und weniger skeptisch“ seien. Außerdem solle die Bundesregierung „das Roboterauto zum ‚Staatsziel‘ erklären“, schreibt Britta Weddeling auf Handelsblatt.com.

Autonomes Fahren

Verschiedene Aspekte autonomen Fahrens waren diese Woche auch Thema in den Medien: Über den Konkurrenzkampf von Kartenanbietern für selbstfahrende Autos berichtet beispielsweise NGIN. Und deutsche Autohersteller simulieren mit Videospieltechnologie autonomes Fahren: „Wer die Simulation beherrscht, wird das vollautonome Fahren beherrschen“, zitiert sueddeutsche.de einen BMW-Experten. Hoffentlich auch mit emotionaler Komponente: Google sammelt seit vier Jahren Erfahrungen mit Testfahrten autonomer Fahrzeuge in Kalifornien – und die übervorsichtig fahrenden Waymo-Autos nerven die anderen Verkehrsteilnehmer, schreibt Constanze Kurz auf faz.net.

Wie Roboter unser Leben, …

Was vielen Menschen weniger auf die Nerven geht, scheinen Staubsauger- und Rasenmäher-Roboter zu sein. Die erobern nämlich die Haushalte, wie handelsblatt.com feststellt. Die Gesellschaft braucht Roboter, erläuterte jetzt auch Google-Chefökonom Hal Varian, wie sueddeutsche.de berichtet. Bestehende Bedenken kann Varian aber nicht zerstreuen.

… den Operationssaal…

Von einem „Durchbruch in der international medizintechnischen Forschung“ schreibt das goettinger-tageblatt.de: Dabei handelt es sich um eine Roboterhand, die der menschlichen ähnlich sieht und auch so funktioniert, ganz intuitiv mit „Greifintelligenz“.

Roboter unterstützen übrigens auch immer mehr Chirurgen im Operationssaal, berichten sowohl Boris Hänßler auf sueddeutsche.de als auch Silvio Wenzel auf planet-wissen.de.

… und die restliche Arbeitswelt erobern

Da passt das Stichwort „Hybridkollaboration“, unter dem Daniel Eckert über die Zusammenarbeit von Fachkräften mit Robotern und Computerwesen schreibt: „Das wird Spannungen provozieren“. Wie sich Arbeitnehmer und Betriebe darauf vorbereiten können, erläutert er auf welt.de.

Berichte von der Internationalen Funkausstellung

Diese Woche ging in Berlin die IFA zu Ende. Beim IFA+ Summit stand KI im Mittelpunkt, u.a. mit Garry Kasparov, der betonte: „Keine Maschine wird je perfekt sein“ und sehr komplex werde es zum Beispiel, ihr emotionale Intelligenz beizubringen, schreibt Karsten Lemm in seiner lesenswerten Zusammenfassung auf  Wired. Und zwei Berliner Zeitungen berichten über Start-ups, die nützliche Alltagshelfer mit künstlicher Intelligenz, Sensorik und Robotik kreieren (morgenpost.de) und über schräge technische Spielereien wie Hunderoboter (tagesspiegel.de).

Und zum Schluss noch ein (verspäteter) Ausflug in die Finanzwelt…

…und zurück zu den ethischen Fragen vom Anfang (sorry, der Artikel ist uns in der Presseschau 18/35 durchgerutscht): Felix Holtermann und Katharina Schneider befassen sich auf handelsblatt.com damit, dass KI die Banken umkrempelt. „Algorithmen können Empfehlungen aussprechen, etwa in der Geldanlage. Aber die Entscheidung muss immer noch ein Mensch treffen“, sagte Technologie-Chefin von Goldman Sachs Joanne Hannaford beispielsweise auf dem Bankengipfel. Und Kunden in Großbritannien würden lieber mit Menschen sprechen als mit Chatbots.

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