„Fortschritt macht arbeitslos“. Nicht.

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„Fortschritt macht arbeitslos“. Nicht.

In Zukunft werden mehr Maschinen als Menschen die tägliche Arbeit verrichten. Zu diesem Schluss kommt die Studie „Die Zukunft der Arbeitsplätze 2018“ des Weltwirtschaftsforums (WEF).

Studie des Weltwirtschaftsforums geht von 133 Millionen neuen Arbeitsplätzen bis 2022 aus

Bereits 1978 verbreitete sich in der deutschen Bevölkerung eine Skepsis bis hin zur Angst vor der Computer-Revolution aus. So setzte der Spiegel in der Ausgabe vom April 1978 die Überschrift „Fortschritt macht arbeitslos“ und schrieb in seiner Aufmacherstory über die Folgen der Computerentwicklung für VW, Uhrenfabrikanten und Maschinenbaufirmen. Millionen Metall- und Industriearbeiter sowie Sekretärinnen bangten um ihre Jobs, weil Microchips, Roboterarme und „elektronisch gesteuerte Schreibautomaten“ Einzug in die Arbeitswelt hielten. LINK Spiegel 16/1978

40 Jahre später veröffentlicht nun das Weltwirtschaftsforum (WEF) eine Studie zur „Zukunft der Arbeitsplätze 2018“, die eine radikale Veränderung der Arbeitswelt prophezeit. Bis 2022 würden aufgrund von Maschinen und Algorithmen weltweit 75 Millionen Arbeitsplätze wegfallen. Doch die Studie macht zugleich auch Hoffnung: Die Veränderung der Arbeitsmärkte schaffe 133 Millionen neuartige Arbeitsplätze, für die Fachkräfte nötig seien. Datenanalytiker, Wissenschaftler, Software- und Anwendungsentwickler sowie E-Commerce- und Social-Media-Experten seien dann gefragte Arbeitnehmer. Bürojobs wie in der Buchhaltung dürften schwinden, heißt es in der Studie. Für diese Datenerhebung wurden Manager und Personalchefs von mehr als 300 internationalen Unternehmen aus 20 Industrie- und Schwellenländern befragt.

Die Studie geht ebenfalls davon aus, dass heutzutage 71 Prozent der Arbeitsstunden von Menschen geleistet werden. Doch 2025 seien es nur noch 48 Prozent (ausgehend von der ermittelten Arbeitsleistung 2018). Die restlichen 52 Prozent übernähmen dann Maschinen und Algorithmen. Schon wie vor 40 Jahren wird diese radikale Veränderung des Arbeitsmarktes eine Herausforderung für Gewerkschaften und Politik sein. Vielleicht gibt es ja dann eine Interessensvertretung für Roboter.

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One Comment so far:

  1. […] Wochen berichteten wir über eine KI-Studie in Berlin und Brandenburg, letzten Mittwoch folgte eine Studie des Weltwirtschaftsforums über die Arbeitswelt der Zukunft. Und in dieser Woche folgt nun eine Untersuchung zum autonomen Fahren auf der Agenda: Strategy& […]

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