Roboter bauen sich selbst | Westen verliert Anschluss an China | Firmen kümmern sich um Ethik-Fragen – Presseschau 18/44

Home  >>  Presseschau  >>  Roboter bauen sich selbst | Westen verliert Anschluss an China | Firmen kümmern sich um Ethik-Fragen – Presseschau 18/44

Roboter bauen sich selbst | Westen verliert Anschluss an China | Firmen kümmern sich um Ethik-Fragen – Presseschau 18/44

Eine sehr internationale Woche: Der Westen könnte den Anschluss an China verlieren und weltweit agierend Tech-Unternehmen wollen ein KI-Selbstverpflichtung, um moralische und ethische Fragen zu beantworten. Und in Deutschland lernen Roboter von Robotern.

Wie China bei der Künstlichen Intelligenz zur Supermacht aufsteigt

Unterstützt vom Staat treiben Chinas Firmen ihre KI-Entwicklungen voran. „Erstmals seit der industriellen Revolution könnte der Westen die Vorherrschaft bei einer globalen Schlüsseltechnologie verlieren“, schreibt ein Autorenkonsortium auf handelsblatt.com. Liegt es an der Technologie-Skepsis? Klar, durch Automatisierung könnten 75 Millionen Jobs wegfallen, aber auch 133 Millionen entstehen. Warum wir „keine Angst vor der Maschinenära“ zu haben brauchen, erläutert Alexander Hagelüken auf sueddeutsche.de. Wie stark KI in neue Lebensbereiche eindringen wird, bereitet vielen beim Gipfel der „digitalen Bewegung“ hingegen Sorge, berichtet Christof Kerkmann auf handelsblatt.com.

Roboter lernen voneinander und bauen sich selbst

Auch große Unternehmen wie den Schweizer Industriekonzern ABB zieht es auf den „lukrativen chinesischen Markt“, berichtet Matthias Müller auf nzz.ch. Das Unternehmen investiere 150 Millionen Dollar in eine Fabrik in Shanghai, um dort Roboter Roboter bauen zu lassen. Und in der „Munich School of Robotics and Machine Intelligence“ lernen Roboter von Robotern – durch Online-Vernetzung, so Thiemo Heeg auf faz.net.

Wenn es nicht gerade um süße Plüschroboter für den Kindergeburtstag geht, sondern beispielsweise um Pflegeroboter („Deutsche wollen sich nicht von Robotern pflegen lassen“) oder Lernroboter im Kindergarten, ist die Gesellschaft eher skeptisch. Roboter dort einzusetzen, wo es gefährlich wird, dürfte jedoch breite Zustimmung finden. Dortmund hat jetzt den Zuschlag für ein Forschungsprojekt erhalten, um Systeme zu entwickeln, die in auch in menschenfeindlichen Umgebungen stabil funktionieren. Genaueres über das neue Kompetenzzentrum für Robotersysteme (an der Konrad-Adenauer-Allee) weiß Peter Bandermann bei den Ruhr Nachrichten.

Beantwortet eine internationale Selbstverpflichtung die moralischen und ethischen KI-Fragen?

Bereits Anfang August hatten wir über die Moral Machine berichtet, bei der man sich selbst in die Situation eines autonom fahrenden Autos versetzen kann, um zu testen, wie man sich im Falle eines Unfalls verhalten würde. Millionen machten bei dem Experiment mit: „Die Ergebnisse zeigen, dass eine Mehrheit der Teilnehmer eher Kinder als Ältere verschonen würde sowie eher Menschen als Tieren ausweichen“ – allerdings mit regionalen Unterschieden, berichtet Jakob Simmank auf Zeit Online.

Über den Kampf zwischen Europa und China um die Standards und Technik beim autonomen Fahren schreiben Markus Fasse und Till Hoppe auf handelsblatt.com. China setzt auf 5G, Europa diskutiert noch.

Wie sehr können wir Maschinen vertrauen, wie autonom dürfen sie agieren? Auf die ethischen und moralischen Fragen versuchen die großen Tech-Firmen jetzt Antworten zu finden. 75 internationale Unternehmen und NGOs, darunter auch Microsoft, Tesla, DeepMind, Alphabet, Facebook, IBM und Amazon, haben die sogenannte „Partnership on Artificial Intelligence to Benefit People and Society“ (PAI) gegründet, mit dem, „eine Art ethische und moralische Selbstverpflichtung für die lernenden Maschinen“ zu erarbeiten, schreibt Britta Weddeling auf handelsblatt.com.

Und zum Schluss

Der drohende Brexit beschäftigt auch die europäischen Logistik-Unternehmen. Weil die nicht den Anschluss verlieren wollen, sollen lernende Algorithmen im Notfall Lösungen finden. Wie das gehen soll, erläutert Christoph Schlautmann auf handelsblatt.com.

Auf die Suche nach extraterrestrischem Leben (also Exoplaneten, auf denen Leben möglich sein könnte) macht sich jetzt im Auftrag von NASA und Google übrigens eine KI, schreibt Marko Northe auf welt.de.

Teilen und Drucken
Email this to someone
email
Share on Facebook
Facebook
Tweet about this on Twitter
Twitter
Print this page
Print

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.